Babynahrung


26.10.2012

Muttermilch ist ohne Frage die ideale Ernährung für Babys. Selbst aus der TV-Werbung ist dieser Slogan inzwischen zu vernehmen. Abseits dieser Maxime sieht die Realität oft anders aus. Doch auch mit industriell hergestellter Babynahrung haben die Jüngsten ideale Entwicklungsmöglichkeiten. Das Füttern mit der Flasche ist zwar aufwendiger als das Stillen, jedoch lässt sich das recht komplexe Thema durch einfache Handlungsratschläge im Alltag umsetzen.

Worauf sollte ich beim Kauf von Säuglingsnahrung achten?

Es ist sinnvoll diejenige Säuglingsnahrung zu verwenden, die ebenfalls in der Klinik gefüttert wird. Welche das ist, kann beispielsweise bei der Kreißsaalbesichtigung schon im Voraus erfragt werden. Während die Wahl der Marke Vertrauenssache ist, bedarf es keiner Diskussion, dass die erste Säuglingsmilch den Namen Pre trägt. Diese Pre-Säuglingsmilch ist der Muttermilch am ähnlichsten. Der kindliche, unausgereifte Verdauungstrakt kann diese Nahrung am besten verwerten. So lange wie möglich profitiert das Baby von dieser Milch. Selbst nach monatelangem Stillen ist die Anfangsmilch als erste Fertig-Nahrung zu empfehlen. Der Handel bietet darüber hinaus Folgemilch in mehreren Stufen an. Sie enthält Anteile komplexer Kohlenhydrate und macht länger satt. Das Ziel, das Baby möglichst lange satt zu halten, ist allerdings mit Vorsicht zu genießen. Erst nach Monaten ist die Verdauung des Babys soweit ausgereift, um die Zusammensetzung verarbeiten zu können. Bei der Umstellung von einem Hersteller zu einem anderen oder von der Anfangs- zur Folgemilch darf es gemächlich zugehen. Manche Kinder reagieren sehr empfindlich auf einen Nahrungswechsel.

Wie bereite ich Säuglingsmilch zu?

Säuglingsmilch zählt zu den Produkten, die ständig überwacht und in Studien beobachtet werden. Deshalb bietet die Packungsangabe die beste Anleitung. Abgekochtes, etwas abgekühltes Wasser nach Dosierungsvorschrift in der Flasche mit der exakt abgemessenen Menge Milchpulver leicht schütteln. Ist die Tropfprobe angenehm auf der Haut? Dann hat die Milch die richtige Trinktemperatur. Sollte sie zu warm sein, hilft ein kühlendes Wasserbad. Wichtig ist es, die Flasche immer frisch zuzubereiten und nicht unnötig lang stehen zu lassen. Milchreste gehören in den Ausguss und dürfen nicht ein zweites Mal erwärmt und gefüttert werden. Keime vermehren sich unsichtbar aber rasend schnell. Babys können dem nicht viel entgegensetzen.

Eine Mutter mit großen Brüsten stillt ihr Baby im Sitzen. Im Sitzen kann ein Kissen als Stütze das Stillen mit der Muttermilch erleichter.
(Foto: Mothering Touch, flickr, CC BY 2.0)

Wie oft sollte ich mein Baby füttern?

Die Zeiten, in denen Babys nach bestimmten Plänen gefüttert, geschmust und schlafen gelegt wurden, sind längst vorbei. Zurück zum Gefühl ist nun die Devise. Für Eltern eines Neugeborenen bedeutet das: Füttern, sooft der Nachwuchs Hunger hat. Schmatzen und Nuckeln sind bei den ganz Kleinen erste Anzeichen für Hunger. Neugeborene Babys verfügen über eine Vielzahl von Reflexen. Einer von ihnen funktioniert so: Beim Streichen über die Wange öffnet das hungrige Baby seinen Mund. Das Leben mit einem Baby ist in den ersten Wochen anstrengend, besonders nachts. Obwohl das Baby hungrig zu sein scheint, schläft es beim Füttern ein. Wacht es auf, ist es wieder hungrig. Erst nach ein paar Wochen stellt sich so etwas wie ein Rhythmus ein. Keineswegs lässt sich diese irritierende Zeit verkürzen. So sind Babys einfach. Das Füttern bei Bedarf beinhaltet auch, dass das Baby selbst am Besten weiß, wann es genug hat.

Wie sterilisiere ich die Flaschen richtig?

In den ersten vier bis sechs Lebensmonaten müssen Flaschen und Sauger sterilisiert werden. Flaschen und Sauger werden hierfür nach dem Reingen und Spülen zehn Minuten in einem Topf mit Wasser gekocht. Hinterher trocknen die Utensilien am besten abgedeckt mit einem sauberen Küchentuch oder Ähnlichem. Dampfsterilisatoren, auch solche für die Mikrowelle, verbinden das Sterilisieren mit einer sauberen Aufbewahrungsmöglichkeit.

Kann Babynahrung zu Allergien führen?

Wenn ein oder beide Eltern zu Allergien neigen, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass auch das Baby Allergien entwickelt. Babys können auf Milchnahrung reagieren. Unter Umständen ist es sinnvoll, präventiv spezielle hypoallergene Milchnahrung zu füttern. Liegen Allergien vor, ist es ratsam zu Babynahrung aus der Apotheke zu greifen, da diese noch härteren Standards unterliegt als Babynahrung aus dem Supermarkt. Solche Entscheidungen sollten mit dem Kinderarzt oder der nachsorgenden Hebamme besprochen werden. Der beste Schutz vor Allergien ist das Stillen. Dabei stärken schon wenige Wochen Muttermilchernährung das Immunsystem.

Kann man Babybrei selber machen?

Mit viel Sorgfalt bei Einkauf und Zubereitung kann man Babybrei auch selber zubereiten. Ein Anleitung gibt es in diesem Video von urbia:

Krankheiten

Bekannte Krankheiten im Überblick:
Diphtherie | Kinderlähmung | Keuchhusten | Hepatitis B | Masern | Mumps | Röteln