Pflegeprodukte für Neugeborene


08.03.2012

Wenn ein Baby geboren worden ist, stehen die Eltern vor einer Vielzahl an Kaufentscheidungen, Das Neugeborene benötigt viele Dinge, unter anderem auch spezielle Pflegeprodukte. Pflegeprodukte für Neugeborene gibt es heute in allen Drogerien und Supermärkten. Oft stehen die frisch gebackenen Eltern unsicher vor den Regalen und fragen sich: Woher und wie soll ich die richtige Babypflege nehmen?

Ein gesundes und glückliches Baby. Mit der richtigen Babypflege sehen Negeborene gesund und glücklich aus.

Windeln

Das wichtigste Pflegeprodukt für Babys ist wohl die Windel, die den Po des Kindes in durchschnittlich den nächsten 3 Jahren begleiten wird. Die meisten Eltern entscheiden sich der Einfachkeit halber für Wegwerfwindeln. Hier sollten durchaus alle Sorten einmal ausprobiert werden - die teuerste Windel muss nicht die beste für Babys Po sein. Manchmal kommt es vor, dass Babys aus irgendwelchen Gründen die ein oder andere Windelsorte partout nicht vertragen und mit Wundheit reagieren. Hier muss ausgetestet werden, was dem Kind bekommt, denn dies kann individuell sehr verschieden sein. Wer sich für Stoffwindeln entscheidet, tut dies meist mit dem Argument, dass so weniger Chemie an Babys zarte Haut kommt. Das ist richtig. Beachtet werden sollte allerdings aber auch der größere Aufwand: Man muss mehr und öfter waschen und trocknen, kann sich aber gegebenenfalls von einem Windeldienst unterstützen lassen. Die Öko-Bilanz ist sowohl bei Wegwerfwindeln als auch bei Stoffwindeln in etwa gleich.

Cremes

Sinnvoll ist es, eine Calendula-Pflegecreme zuhause zu haben. Calendula pflegt die Haut des Babys sehr mild und kann auch im Kleinkindalter problemlos weiter benutzt werden. Es gibt auch spezielle Calendula-Badezusätze, die die Haut nicht austrocknen. Ebenfalls im Haushalt befinden sollte sich ein spezieller Wind-und-Wetter-Balsam, mit dem man das Gesicht eincremt, bevor es nach draußen geht. Bevorzugt gekauft werden sollten solche, die mit dem Zusatz wasserfrei versehen sind, dies bekommt ebenfalls der Haut besser. Sinn macht auch eine Zink-Creme. Diese kommt zum Einsatz, wenn das Baby oder später das Kleinkind einen wunden Po hat. Eher abzuraten ist dagegen von Puder. Früher hat man den Po der Kinder großzügig gepudert und auch dick mit Wundschutzcreme eingecremt. Heute sieht man davon aus, weil man weiß, dass ein gesunder Po diese Produkte nicht braucht. Das Klima in der Windel ist sowieso feucht-warm, deswegen muss die Windel auch regelmäßig gewechselt werden, damit Bakterien hier kein leichtes Spiel haben. Puder und dicke Creme-Schichten würden aber das feucht-warme Klima nur noch verstärken! Solange die Haut am Po gesund aussieht, sind Puder und Wundschutzcreme nicht nötig. Wenn man leichte Wundspuren sieht, kann man sanft mit etwas Zinksalbe eincremen.

Überflüssige Produkte

Oft werden im Handel auch Pflegeprodukte für Neugeborene angeboten, die zumindest im Säuglingsalter eher überflüssig sind. Oft findet man in den Regalen schaumige Badezusätze oder auch Shampoos für Babys. Zu beidem ist festzustellen, dass man dies nicht benötigt. Ein Baby ist normalerweise nicht dreckig, so dass seifige Badezusätze überhaupt keine Funktion erfüllen. Bestenfalls wird so die zarte Haut ausgetrocknet. Auch die wenigen Haare, die ein Baby hat, müssen keinesfalls mit einem Shampoo gewaschen werden. Hier kann man auch auf viele Naturmittel zurückgreifen. Ein Schuss Sahne oder ein Löffel Olivenöl im Badewasser sind absolut ausreichend, um die Haut geschmeidig zu pflegen. Viele Hebammen schwören auch darauf, einen Spritzer Muttermilch ins Badewasser zu geben, weil diese ebenfalls eine sehr pflegende Wirkung auf Babys Haut. Wer Spaß an seifigen Schaumblasen hat, sollte damit wenigstens bis zum ersten Geburtstag des Kindes warten, dann ist die Haut nicht mehr so empfindlich wie bei Neugeborenen.

Natürliche Pflege über die Muttermilch

Überhaupt ist Muttermilch ein kostenloses, aber sehr wirkungsvolles Pflegeprodukt für Neugeborene. Man kann sie nicht nur als Badezusatz, sondern auch als Wundschutzpflege verwenden. Einige Tropfen Muttermilch auf einen wunden Po fördern die Heilung und sind garantiert frei von chemischen Zusätzen. Auch bei verstopften Nasen kann Muttermilch Linderung bringen. Viele Neugeborene leiden unter verklebten Augen. Diese sollten keinesfalls mit Shampoos oder anderen chemischen Zusätzen gereinigt werden. Hier hilft klares Wasser am besten oder eben auch Muttermilch. Sie pflegt auch die zarte Haut an den Augen gut.

Weniger ist manchmal mehr

Generell sei frischgebackenen Eltern angeraten, zunächst nicht zuviel an Pflegeprodukten für das Neugeborene zu kaufen. Meistens verbringt man die ersten Tage im Krankenhaus und kann hier sehen, wie das Baby auf die vom Krankenhaus verwendeten Produkte reagiert. Diese sollte man dann auch im Idealfall zuhause weiterbenutzen, damit die Haut nicht schon in den ersten Lebenstagen irritiert wird. Zudem bekommt man im Krankenhaus oft Geschenktütchen mit verschiedenen Pröbchen. Diese kann man durchaus erst einmal aufbrauchen, bevor man selbst einkaufen geht. Man benötigt immer nur kleine Mengen an Creme oder Öl, so dass man meist mit den Pröbchen auch eine gute Weile auskommt.

Krankheiten

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