PKV und Elternzeit


19.08.2012

Werdende Eltern haben viele Fragen in Bezug auf den nahenden Nachwuchs, aber auch in finanzieller Hinsicht. So bleibt beispielsweise die Frage, was Elternteile beachten sollten, die privat krankenversichert sind. Im Dschungel der unterschiedlichen Anbieter und Tarife zunächst folgender Rat: Sprechen Sie frühzeitig mit Ihrer Versicherung und auch mit Ihrem Arbeitgeber, wenn Sie Elternzeit nehmen möchten.

Beitragsgrenze & Elterngeldbezug während der Schwangerschaft

Grundsätzlich ist eine Befreiung von den Versicherungsbeiträgen der privaten Krankenversicherung für sechs Monate möglich. Wenn Ihr Einkommen unter die Versicherungsgrenze fällt, bzw. im Fall von Elterngeldbezug, können Sie Ihre Versicherungsbeiträge pausieren. Die aktuelle Versicherungsgrenze können sie immer hier erfahren. Brenzlig wird es allerdings, wenn bisher gezahlte Arbeitgeberzuschüsse wegfallen und gleichzeitig außer dem Elterngeld kein Einkommen vorliegt. Kümmern Sie sich deshalb möglichst bereits während der Schwangerschaft um diese finanziellen Aspekte, um die Zeit mit Ihrem neugeborenen Baby genießen zu können.

Arbeitszeit reduzieren um in die GKV zu kommen

Weiterhin haben Sie die Möglichkeit, rechtzeitig vor der Elternzeit die Arbeitszeit soweit zu reduzieren, so dass Sie unter die gesetzliche Krankenversicherungspflicht fallen. Dann sind Sie während der Elternzeit in der GKV versichert und haben unter Umständen sogar Anspruch auf Mutterschaftsgeld. Wichtig ist hierbei eine frühe Reduzierung der Arbeitszeit, damit die GKV-Pflichtversicherung rechtzeitig greift. Bedenken Sie hierbei auch die Gefahr eines ärztlich verordneten Beschäftigungsverbots während der Schwangerschaft. Dieses Risiko besteht vor allem bei gesundheitlicher Vorbelastung oder bei Mehrlingsschwangerschaften.

Familienversicherungstarif

Später steht dann einem Wechsel in den Familienversicherungstarif, der von vielen gesetzlichen Krankenkassen wie AOK, TKK, KKH-Allianz und Barmer GEK angeboten wird, nichts im Weg. Sie und Ihre Kinder haben dann Anspruch darauf, die ersten drei Jahre nach der Geburt beitragsfrei beim GKV-versicherten Ehepartner mitversichert zu werden. Anspruch auf Familienversicherung besteht außerdem grundsätzlich, solange Ihr eigenes Einkommen unter 365 EUR im Monat liegt.

Wenn Ihr Partner privat krankenversichert ist und Sie Elternzeit nehmen möchten, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Wenn Sie bisher berufstätig waren und in der GKV versichert waren, dann bleiben Sie dort automatisch während der Elternzeit versichert. Nach der Elternzeit können Sie dann entscheiden, ob Sie in die PKV wechseln oder sich freiwillig gesetzlich krankenversichern möchten. Gehen Sie wieder arbeiten, wird diese Frage automatisch für Sie gelöst. Bei Beamten, die PKV-pflichtversichert sind, sollten Sie Beamtenbeihilfe beantragen. So werden Ihnen bis zu 80 Prozent der Krankenkosten zurück erstattet.

Ein gesundes und glückliches Baby. Wenn es um ihr Baby geht, wollen viele Eltern nur das beste.

Natürlich ist die Kostenfrage in Bezug auf die PKV gerade für junge Familien relevant. Entscheidend sollte jedoch die Frage sein, welche Leistungen Sie im Krankheitsfall brauchen. Der Kostenfaktor sollte dann zweitrangig sein.

Krankheiten

Bekannte Krankheiten im Überblick:
Diphtherie | Kinderlähmung | Keuchhusten | Hepatitis B | Masern | Mumps | Röteln