Diphtherie

Von der Diphterie sind am häufigsten Säuglinge bis zum zehnten Lebensmonat betroffen. Die Krankheit kann jedoch auch bei älteren Kindern oder bei erwachsenen Menschen auftreten.

In der Regel sind jedoch Menschen fortgeschrittenen Alters immun, da sie meist bereits Kontakt mit dem Erreger hatten, ohne dabei krank geworden zu sein. Menschen die den Erreger tragen können, wenn sie abwehrstark sind, diesen an andere übertagen ohne dass die Krankheit bei ihnen selbst zum Ausbruch kommt. Wer einmal an Diphterie erkrankt war, ist zwar weitestgehend immun, trotzdem besteht die Möglichkeit eines erneuten Krankheitsausbruchs.

Die Diphterie wird durch bestimmte Bakterien ausgelöst. Sie ist eine schwere Erkrankung, tritt am häufigsten im Winter auf und ist meldepflichtig. Die Diphterie kann vor allem in ärmeren Ländern binnen weniger Jahrzehnte zu einer Epidemie werde, da hier ein starker Mangel an adäquater medizinischer Behandlungsmöglichkeiten und auch an Hygiene besteht. Aufgrund der flächendeckenden Impfung von Kindern ist im westeuropäischen Bereich die Krankheit nur noch selten beobachtet worden.

Bei der Diphterie befallen die Bakterien Schleimhäute des Mundes, des Rachen und des Kehlkopfes. Dort produzieren sie Endotoxin, einen der stärksten biologischen Giftstoffe. Durch Endotoxin kommt es zu Gewebeschädigungen und zur lebensgefährlichen Erkrankung wichtiger Organe.

Übertragung

Die Diphterie wird übertragen auf dem Weg der Tröpfcheninfektion, das heißt durch Atemluft, Niesen, Sprechen oder Husten. Die Inkubationszeit erstreckt sich über einen Zeitraum von zwei bis zu sechs Tagen. Sind Kinder erkrankt ist die Isolation Pflicht und das gesamte Zimmer der Kinder zu desinfizieren.

Symptome

Im anfänglichen Stadium ähneln die Symptome der Diphterie denen einer Erkältungserkrankung. Dazu gehören Schmerzen im Kopf und Halsbereich, Abgeschlagenheit und allgemeines Krankheitsgefühl, starke Lymphknotenschwellung am Hals. Hinzu kommen Fieber, gräulich gelbe Beläge an Mandeln und der Rachenwand mit Blutung nach Ablösung, ein süßlicher fauliger Mundgeruch und manchmal blutiger und eitriger Schnupfen. Auch starker Husten und Atemnot gehören zu den klassischen Symptomen.

Diagnose

Für die Diagnose durch den Arzt sind in erster Linie der charakteristische Mundgeruch sowie die Schwellung der Lymphknoten ausschlaggebend. Der Nachweis des Erregers erfolgt durch einen Abstrich im Mandelbereich.

Therapie

Als sofortige Behandlungsmaßnahme ist die Gegengift-Behandlung. Zudem wird dem Kind ein Antibiotikum verabreicht, um einer weiteren Vermehrung der Bakterien vorzubeugen.

Wird die Behandlung rechtzeitig durchgeführt, kommt es in der Regel zu einem guten Verlauf der Krankheit und einem Verschwinden der Symptome nach ca. sieben Tagen.

In schlimmen Fällen bei nicht rechtzeitiger Behandlung breiten sich die Bakterien weiter aus und können den Kehlkopf angreifen. Strake Heiserkeit und Hustenanfälle, starke Atemnot sowie Erstickungsanfälle können als Begleiterscheinungen auftreten. Ist der Körper schwer durch das Endotoxin vergiftet, kann es zum Versagen lebenswichtiger Organe und zum Tod kommen.

Diphtherie Impfung

Es ist unbedingt empfehlenswert, bei Kindern im ersten Lebensjahr eine Impfung gegen die Diphterie durchführen zu lassen. Die Impfung erfolgt zwei oder dreimal mit einem zeitlichen Abstand von vier bis zu sechs Wochen, später nochmals nach Ablauf des ersten Lebensjahres. Der Impfschutz hält mindestens für fünf Jahre.

Krankheiten

Bekannte Krankheiten im Überblick:
Diphtherie | Kinderlähmung | Keuchhusten | Hepatitis B | Masern | Mumps | Röteln