Keuchhusten

Keuchhusten ist eine meldepflichtige Infektionskrankheit. Hervorgerufen wird Keuchhusten durch das Bakterium Bordetella. Die Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion, beim Atmen oder Husten. Die Inkubationszeit beträgt 14 Tage. Wer an Keuchhusten erkrankt erwirbt dadurch eine mehrjährige Immunität.

Krankheitsverlauf:

Die Krankheit verläuft in drei Stadien und dauert mehrere Wochen an.

Das erste Stadium beginnt mit katarrhalischen Beschwerden der oberen Luftwege, außerdem tritt leichtes Fieber auf. Diese Phase dauert etwa ein bis zwei Wochen.

Das zweite Stadium, auch Konvulsivstadium genannt, beträgt drei bis sechs Wochen. Die Symptome sind in diesem Stadium sehr umfangreich, dazu zählen:

  • Fieber
  • krampfartige, heftige Hustenanfälle ( vor allem nachts)
  • Erbrechen
  • es besteht Erstickungsgefahr
  • Venenstauung am Hals und am Kopf
  • Einblutung in die Augenlider und Bindehaut
  • das Einatmen klingt laut und geqäult
  • gegen Ende des Stadiums kann zäher Schleim abgehustet werden

Das dritte und gleichzeitig das letzte Stadium, ist die Phase des Abklingens. Dieses hält in etwa zwei bis sechs Wochen an. In diesem Stadium nimmt der Husten ab und das Fiber sinkt.

Behandlung des Keuchhustens

Der Krankheitsverlauf wird deutlich gemildert, wenn frühzeitig Antibiotika verabreicht wird. Die Behandlung ist auch sehr wichtig um einer Lungenentzündung vorzubeugen.

Des Weiteren werden schleimlösende und fiebersenkende Mittel verabreicht. Die Sicherstellung der Atmung während der Hustenanfälle muss gewährleistet sein.

Komplikationen

Durch die Keuchhustenerkrankung kann eine Lungenentzündung oder Mittelohrentzündung auftreten. Bei Erwachsenen verläuft der Husten milder als bei Kindern. Der Verlauf bei Säuglingen und Kleinkindern kann lebensbedrohlich werden, da sich die Hustenanfälle als Atemstillstand äußern können.

Vorbeugung

Um nicht an Keuchhusten zu erkranken, ist es äußerst wichtig sich dagegen impfen zu lassen.

Die Schutzrate beträgt 80 bis 90 Prozent. Die Impfung ist gut verträglich und bietet einen wirksamen Schutz gegen Keuchhusten.

Empfohlen wird die dreimalige Impfung. Die erste Impfung erfolgt im Säuglingsalter in der neunten Lebenswoche. Zwischen dem 12. und 15. Lebensmonat erfolgt die Auffrischung. Somit ist die Grundimmunisierung gewährleistet. Eine weitere Auffrischungsimpfung wird nochmals im Alter von fünf bis sechs Jahren und zwischen dem 9. und 18. Lebensjahr durchgeführt.

Auch Erwachsene können die Grundimmunisierung nachholen, wenn sie im Kindesalter noch nicht geimpft wurden.

Minimale Impfreaktionen sind möglich, zum Beispiel Schwellungen und Schmerzen an der Einstichstelle.

Die Impfung erfolgt mit Kombinationsimpfstoffen, das heißt gleichzeitig wirksam gegen Keuchhusten, Wundstarrkrampf und Diphtherie.

Schützen Sie ihr Kind und sich selbst mit der Impfung gegen Keuchhusten. Jeder Arzt berät Sie gern.

Krankheiten

Bekannte Krankheiten im Überblick:
Diphtherie | Kinderlähmung | Keuchhusten | Hepatitis B | Masern | Mumps | Röteln