Mumps

Mumps gehört eigentlich zu den bekannten Kinderkrankheiten, allerdings werden auch oft junge Erwachsene von dieser nicht ganz harmlosen Krankheit infiziert.

Was ist Mumps?

Die Viruskrankheit Mumps wird durch einen speziellen Erreger mit dem Namen Einzel-Strang-RNA-Virus verursacht und gilt als humane Erkrankung, welche durch die Übertragung von Tröpfchen, wie es etwa bei Husten oder Niesen der Fall ist, entsteht. Träger dieser Viren sind ausschließlich die Menschen, weshalb man auch von einem Reservoirwirt spricht, und der sich über Generationen halten kann. In den seltensten Fällen kann eine Mumpserkrankung tödlich verlaufen, allerdings treten oftmals schwerwiegende Komplikationen auf, die sich in einer Hirnhautentzündung, Ertaubung oder auch eine Hodenentzündung bei Jungen zeigen können.

Wie wird Mumps übertragen?

Mumps überträgt sich durch einen sehr nahen Kontakt, im dem Tröpfchen durch Niesen, Husten oder auch Speichelaustausch übertragen werden oder auch, in sehr seltenen Fällen, durch speichelverschmutztes Besteck oder Gläser und Tassen.

Welche Symptome zeigen sich durch eine Mumpserkrankung?

Bei etwa 40 Prozent der Erkrankten zeigen sich keinerlei Anzeichen, dass eine Mumpsinfektion vorliegt. Meistens jedoch kann man Mumps recht gut an der starken Schwellung unterhalb des Ohres erkennen, die sich bis zum Kinn hinziehen kann. Weitere Erkennungszeichen sind Fieber, oftmals Schwierigkeiten bei der Atmung, Schmerzen beim Kauen, sowie unter Umständen Erbrechen, Durchfall oder auch Bauchschmerzen in der oberen Bauchgegend.

Welche Komplikationen kann es geben und was sind die Folgen daraus?

Zu den häufigsten Komplikationen zählen die Hirnhautentzündung, eine Entzündung der Hoden bei Jungen und jungen Männern, sowie eine Innenohrschwerhörigkeit. Letztere kann zu einer Ertaubung führen, was zumeist bei Kindern eine nachhaltige und schwerwiegende Folge einer Mumpserkrankung sein kann. Bei der Hodenentzündung kann eine spätere Unfruchtbarkeit die Konsequenz sein. Wird eine Frau während der Schwangerschaft mit Mumps infiziert kann es zu einer Fehlgeburt kommen.

Wie kann Mumps festgestellt werden?

Bei einer eingehenden Untersuchung bei einem Arzt wird eine Erkrankung meistens durch eine Blutuntersuchung oder auch bei besonderen Fällen durch eine so genannte Virenanzucht diagnostiziert.

Welche Therapieformen gibt es?

Mumps gehört zu einer der Erkrankung gegen die es kein wirkliches Medikament gibt. Ruhe, leichte und weiche, nicht säurehaltige Speisen und ein leichtes fiebersenkendes und schmerzstillendes Mittel unterstützen die Heilung.

Kann man sich, und hier besonders das Baby oder Kleinkind, schützen?

Eindeutig ja. Das beste Mittel als Prävention, sprich Vorsorge, ist die Impfung. Hierbei werden ab zwischen dem 11. und 14.Lebensmonat eines Kindes Lebendimpfstoffe geimpft, nach etwa vier Wochen folgt dann die zweite Impfung. Diese Impfung hat nicht nur den Effekt, dass eine Erkrankung ausgeschlossen wird, sondern bedeutet auch ein lebenslanges Immunsein gegen diesen Virus. Durch zwei minimale Einstiche kann man somit eventuelle schwerwiegende Folgen einer Erkrankung durch Mumps gezielt aus dem Wege gehen, was gerade heute durch eine globalisiert Welt wichtiger ist als je zuvor.

Krankheiten

Bekannte Krankheiten im Überblick:
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